In vielen Fertigungsunternehmen sind Bestände nicht einfach zu niedrig oder zu hoch. Sie sind falsch verteilt, fachlich nicht sauber bewertet und nur begrenzt steuerbar. Genau dadurch entsteht eine widersprüchliche Situation: Überbestände binden Kapital, während Fehlteile gleichzeitig Liefertermine, Produktionspläne oder Kundenbeziehungen gefährden.
Gebundenes Kapital in Lagerbeständen ist selten ein isoliertes Finance-Thema. Es ist häufig das sichtbare Symptom tieferer fachlicher Probleme: fehlende Transparenz über Reichweiten, uneinheitliche KPI-Logik, lokale Excel-Welten in Einkauf und Planung sowie späte Reaktion auf Nachfrage- oder Lieferabweichungen.
Das Management sieht zwar die Gesamthöhe des Bestands, aber nicht präzise genug, warum Kapital gebunden ist, wo die eigentlichen Risiken liegen und welche Maßnahmen Bestände wirklich abbauen, ohne die Lieferfähigkeit zu beschädigen.
Der Use Case eignet sich für Fertigungsunternehmen, die Working Capital und Bestände nicht nur bewerten, sondern aktiv entlang von Lieferfähigkeit, Verbrauch, Reichweite, Risiko und Kapitalwirkung steuern wollen.
Besonders relevant ist er für Controlling, Finance, Einkauf, Disposition, Produktionsplanung, Supply Chain, Operations und Management. Er unterstützt dort, wo ERP-Daten, Lagerbewegungen, Produktionsverbräuche, Bedarfsplanung, Lieferanteninformationen und Forecasts in unterschiedlichen Systemen oder Berichtslogiken liegen und keine gemeinsame Sicht auf Bestandsqualität und Steuerungsbedarf entsteht.
