Kommunale und regionale Wasserversorger betreiben Leitungsnetze, die häufig über Jahrzehnte gewachsen sind. Leckagen, unerkannte Rohrbrüche und Wasserverluste gehören zu den dauerhaft kritischen Themen. Gleichzeitig müssen Investitionen in Netzerneuerung priorisiert werden, obwohl die entscheidungsrelevanten Daten oft in getrennten Systemen liegen.
Hydraulikmodelle, GIS-Daten, Sensordaten aus Druckzonen, Verbrauchsprofile und Zustandsbewertungen werden getrennt gepflegt. Dadurch fehlt eine gemeinsame Sicht auf Netzrisiken, Wasserverluste und Investitionsbedarf. Entscheidungen entstehen dann zu stark aus Einzelerfahrung, punktuellen Störungen oder manuellen Auswertungen.
Die wirtschaftliche Folge sind unnötige Wasserverluste, schwer priorisierbare Investitionen und hoher Aufwand für regulatorische Berichte. Gerade bei begrenzten Budgets wird es entscheidend, Netzerneuerung dort zu priorisieren, wo Zustand, Risiko und Wirkung am stärksten zusammenfallen.
Der Zielzustand ist ein einheitliches Netzmodell, das technische, geografische, hydraulische und sensorische Informationen verbindet und so Leckageerkennung, Investitionsplanung und Reporting datenbasiert unterstützt.
Der Use Case richtet sich an Wasserversorger, Stadtwerke und kommunale Infrastrukturbetreiber, die Wasserverluste reduzieren, Leckagen früher erkennen, Netzerneuerung gezielter priorisieren und regulatorische Berichtspflichten effizienter erfüllen möchten.