Use Case

Mobile Instandhaltungs-App mit Wissensassistenz

Im Störungsfall zählt nicht nur schnelle Erfassung, sondern schneller Zugriff auf relevantes Wissen. Eine mobile Instandhaltungs-App verbindet Anlagenkontext, Historie, ähnliche Fälle, Ersatzteilhinweise und geführte Prüfschritte direkt am Shopfloor.

Wenn Techniker Informationen suchen, statt Störungen zu lösen

In vielen Automobilwerken ist Instandhaltungswissen vorhanden, aber nicht dort verfügbar, wo es im Störungsfall gebraucht wird. Informationen zu ähnlichen Fehlerbildern, letzten Eingriffen, Standardmaßnahmen, Freigaben, Sicherheitsvorgaben oder Ersatzteilen liegen in Schichtbüchern, Ticketsystemen, Papierunterlagen, lokalen Dateien oder im Erfahrungswissen einzelner Spezialisten.

Dadurch entstehen wiederkehrende Reibungsverluste. Techniker suchen Informationen, statt Probleme zu lösen. Schichten arbeiten mit unterschiedlichem Wissensstand. Schichtübergaben und Eskalationen erzeugen Medienbrüche. Wiederholstörungen werden zu spät als Muster erkannt, und die Qualität der Maßnahmen hängt zu stark davon ab, ob gerade die richtigen erfahrenen Personen verfügbar sind.

Die wirtschaftliche Wirkung ist deutlich: längere Reaktionszeiten, höhere MTTR, geringere Erstlösungsquote, mehr Folgeeinsätze und steigendes Risiko an Engpassanlagen. Fachkräftemangel verschärft zusätzlich die Gefahr, dass kritisches Erfahrungswissen personenabhängig bleibt.

Der Zielzustand ist eine mobile Arbeitsoberfläche, die Techniker im gesamten Einsatzprozess unterstützt: von der Meldung über Diagnose und Maßnahme bis zur Freigabe, Dokumentation und Wirksamkeitskontrolle. So wird die App nicht zu einer weiteren Erfassungsmaske, sondern zu einer operativen Wissens- und Steuerungsschicht für die Instandhaltung.

Wissen dort nutzbar machen, wo Störungen entstehen
Eine mobile Instandhaltungs-App mit Wissensassistenz verbindet Prozessführung, Anlagenhistorie und kontextbezogene Unterstützung direkt am Shopfloor. Dadurch werden Störungen schneller bearbeitet, Maßnahmen konsistenter umgesetzt und Erfahrungswissen systematisch wiederverwendbar.
Schnellere Erstdiagnose
Techniker erhalten direkt an der Anlage Zugriff auf relevante Historien, ähnliche Fälle, letzte Maßnahmen und empfohlene Prüfschritte.
Höhere Erstlösungsquote
Standardisierte Problemlösungslogiken und kontextbezogene Hinweise unterstützen stabile Lösungen im ersten Einsatz und reduzieren Folgeeinsätze.
Weniger Such- und Abstimmungsaufwand
Informationen aus Störmeldungen, Maßnahmenhistorie, Ersatzteilen, Freigaben und Sicherheitsvorgaben werden in einer mobilen Arbeitsoberfläche gebündelt.
Besserer Wissenstransfer
Erfahrungswissen wird unabhängig von einzelnen Personen nutzbar und bleibt auch bei Schichtwechsel, Personalwechsel oder Fachkräftemangel verfügbar.
Mehr Transparenz über Wiederholstörungen
Störungen, Maßnahmen, Erfolgsraten und wiederkehrende Muster werden nachvollziehbar und schaffen eine bessere Grundlage für Steuerung und kontinuierliche Verbesserung.

Für Werke mit komplexer Instandhaltung und hohem Wissensbedarf

Der Use Case richtet sich an Automobilwerke und produzierende Unternehmen, in denen Störungen schnell, sicher und schichtübergreifend bearbeitet werden müssen. Besonders relevant ist der Ansatz für Werke mit kritischen Anlagen, Engpassmaschinen, mehreren Schichten, verteilter Dokumentation und hohem Bedarf an standardisierter Problemlösung direkt am Shopfloor.

Eingesetzte Technologien
Image Christian Straube