Ein Lieferant verschiebt Termine, bestätigt geringere Mengen und reagiert gleichzeitig langsamer auf Reklamationen. Werden diese Informationen getrennt betrachtet, bleibt das entstehende Risiko häufig unklar.
Liefertermine und Bestände stehen im ERP, Qualitätsprobleme in Reklamationssystemen und wichtige Hinweise in Auftragsbestätigungen oder E-Mail-Anhängen. Einkauf, Disposition und Lieferantenqualität arbeiten dadurch mit unterschiedlichen Informationsständen.
In der eng getakteten Automotive-Fertigung können solche Lücken zu Fehlteilen, zusätzlichen Prüfungen, Sondertransporten und Produktionsstörungen führen. Entscheidend ist deshalb, aktuelle Warnsignale zusammenzuführen und ihre Wirkung auf Material, Werk und Kunde zu bewerten.
Bestell-, Liefer- und Qualitätsdaten werden zusammengeführt und über gemeinsame Lieferanten-, Material- und Werkbezüge verknüpft. Die KI-Verarbeitung ergänzt diese Daten um Informationen aus Dokumenten und Nachrichten.
Erkannte Abweichungen werden mit Bedarfen und Versorgungssituation abgeglichen. Unklare oder widersprüchliche Angaben bleiben Gegenstand der fachlichen Prüfung.
Das Cockpit stellt kritische Fälle mit ihren Ursachen, Auswirkungen und Bearbeitungsständen dar. Einkauf, Disposition und Qualität können darauf aufbauend Maßnahmen abstimmen und verfolgen, ob Rückmeldungen rechtzeitig erfolgen und vereinbarte Verbesserungen greifen.
