Im Automotive-Vertrieb werden Angebote häufig nach Volumen, Abschlusswahrscheinlichkeit und erwartetem Umsatz bewertet. Ob ein Auftrag wirtschaftlich trägt, hängt jedoch auch von Materialpreisen, Produktionsbedingungen, Qualitätskosten und dem Kunden- oder Produktmix ab.
Zwischen Anfrage, Kalkulation, Preisfreigabe und Abschluss entstehen zusätzliche Risiken: Preisnachlässe belasten die Angebotsmarge, lange Freigabeschleifen verzögern Entscheidungen und wenig aussichtsreiche Angebote binden Kapazitäten.
Nach dem Abschluss können Ausschuss, Nacharbeit oder Sondertransporte den kalkulierten Ergebnisbeitrag weiter verändern. Liegen Vertriebs-, Finanz- und Operativdaten getrennt vor, wird zu spät sichtbar, welche Angebote, Programme oder Kundenbeziehungen die Profitabilität tatsächlich stärken.
Vertriebs- und Angebotsinformationen werden mit Kalkulationsdaten sowie Finanz-, Einkaufs-, Produktions- und Qualitätsdaten zusammengeführt. Einheitliche Definitionen schaffen eine vergleichbare Sicht auf Zielmargen, erwartete Deckungsbeiträge und realisierte Ergebnisse.
Im Angebotsprozess stehen Abschlusschance, Preisgestaltung und Freigabestatus im Mittelpunkt. Nach Auftragseingang wird nachvollziehbar, wie sich Erlöse, Kosten und operative Abweichungen auf den Ergebnisbeitrag auswirken.
Die Auswertung nach Kunde, Programm, Werk und Produktgruppe hilft dabei, wiederkehrende Margenverluste zu erkennen. Erkenntnisse aus laufenden Aufträgen können anschließend in neue Kalkulationen, Preisverhandlungen und Angebotsfreigaben einfließen.
