Bei E.ON ist die Mass Billing Simulation ein zentraler Prozess zur Prognose von Verbräuchen und zur Vorbereitung der Abrechnung für Millionen von Endkundinnen und Endkunden. Die bestehenden Simulationsläufe dauerten mehr als 120 Stunden und blockierten Systeme sowie Fachbereiche über mehrere Tage hinweg. Gleichzeitig führten schwer nachvollziehbare Berechnungslogiken zu einer hohen Zahl unplausibler Ergebnisse und umfangreichen manuellen Prüf- und Korrekturaufwänden.
Ziel des Projekts war es, den Abrechnungsprozess wirtschaftlicher, stabiler und planbarer zu gestalten.
Konkret sollte:
Im Fokus stand ein messbarer Nutzen im operativen Alltag durch geringeren Aufwand, höhere Datenqualität und stabilere Prozesse.
Wir begleiteten E.ON mit einer strukturierten Testbegleitung vor dem Go-Live der neuen Mass Billing Simulation. Dabei lag der Fokus auf der unabhängigen Prüfung fachlicher Logiken und der Qualität der Berechnungsergebnisse.
Auf Basis realer Vertrags- und Verbrauchsdaten wurden Ergebnisse systematisch analysiert, Auffälligkeiten identifiziert und gemeinsam mit Fach- und Entwicklungsteams bewertet. Ziel war es, Fehler und Unplausibilitäten frühzeitig sichtbar zu machen und zu beheben, bevor sie im operativen Betrieb zusätzlichen Aufwand verursachen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Verträgen mit intelligenten Messsystemen, bei denen zu Projektbeginn die größten Abweichungen auftraten. Durch konsequente Testzyklen und iterative Optimierung konnte die Rechenlogik schrittweise stabilisiert und die Ergebnisqualität nachhaltig verbessert werden.
Die verbesserte Mass Billing Simulation bildet eine belastbare Grundlage für weitere Optimierungen im Abrechnungsumfeld. Durch die stabilisierte Rechenlogik, kürzere Laufzeiten und höhere Datenqualität können zukünftige Anpassungen effizienter umgesetzt und neue Anforderungen schneller integriert werden.