Bestandsverlust ist in Versicherungsunternehmen selten nur ein Vertriebsthema. Er wirkt direkt auf Beitragseinnahmen, Bestandswert, Abschlusskostenamortisation, Kundenbindung und Portfoliostabilität. Dennoch werden Storno und Kündigung häufig noch vor allem rückblickend gemessen.
Kündigungsquoten, Monatsabgänge oder Stornoquoten zeigen, was bereits passiert ist. Sie erklären aber nur begrenzt, welche Bestände gerade kippen, warum Kunden abwanderungsgefährdet sind und wo eine gezielte Intervention wirtschaftlich sinnvoll wäre.
In vielen Unternehmen liegen relevante Signale bereits vor: Servicekontakte, Beschwerden, Zahlungsverhalten, Beitragsänderungen, Vertragsänderungen, Produktlücken oder Vertriebsaktivitäten. Ohne gemeinsame Churn- und Bestandswertlogik bleiben diese Signale jedoch unverbunden. Rückgewinnung erfolgt dann zu breit, zu spät oder unabhängig vom tatsächlichen Kundenwert.
Der Use Case eignet sich für Versicherer, die Kündigungs- und Stornorisiken nicht nur berichten, sondern frühzeitig erkennen und in gezielte Maßnahmen überführen wollen.
Besonders relevant ist er für Bestandsmanagement, Vertrieb, Kundenservice, CRM, Controlling, Produktmanagement, Operations und Management. Er unterstützt dort, wo Kunden-, Vertrags-, Service-, Zahlungs- und Vertriebsdaten zu einer gemeinsamen Sicht auf Abwanderungsrisiko, Kundenwert und Maßnahmenwirkung verbunden werden sollen.
