Fehlerhafte Produktzuordnungen in Abrechnungssystemen können dazu führen, dass Kundinnen und Kunden vergünstigte Tarife erhalten, obwohl sie die gesetzlichen Voraussetzungen dafür nicht erfüllen. Besonders kritisch wird dies, wenn große Vertragsbestände betroffen sind und relevante Geräte- und Vertragseigenschaften in komplexen Datenstrukturen verborgen liegen. Ohne systematische Prüfungen bleiben solche Abweichungen möglicherweise lange unentdeckt und verursachen finanzielle Verluste sowie Compliance-Risiken. Gleichzeitig erschweren uneinheitliche Stammdaten und manuelle Prüfprozesse die zuverlässige Korrektur im Massengeschäft.
Für die Identifikation fehlerhafter Tarifzuordnungen wurden große Mengen an Vertrags- und Bewegungsdaten aus einer Amazon-Redshift-Datenbank mithilfe von SQL analysiert und aufbereitet. Dabei mussten komplexe JSON-Datenstrukturen ausgewertet werden, um relevante Geräte-, Produkt- und Vertragseigenschaften zuverlässig zu ermitteln. Auf Grundlage klar definierter fachlicher und regulatorischer Kriterien wurden unberechtigte Tarifzuordnungen identifiziert und die erforderlichen Produkt- und Tarifwechsel operativ umgesetzt. Ergänzend wurde ein interaktives Power-BI-Reporting aufgebaut, das auffällige Verträge transparent darstellt und eine gezielte Einzelprüfung durch die Fachbereiche ermöglicht. Dokumentierte Prüfregeln und strukturierte Datenmodelle unterstützen darüber hinaus die langfristige Datenkonsistenz innerhalb von Powercloud und schaffen eine belastbare Grundlage für zukünftige Vertragsabschlüsse.
