Ein überlastetes Kernsystem, wiederkehrende Ausfälle und steigender Wartungsaufwand können zentrale Abrechnungsprozesse gefährden. Gleichzeitig müssen gesetzliche Änderungen fristgerecht umgesetzt werden, während der laufende Betrieb zuverlässig weiterlaufen muss. Ein geplanter Wechsel auf eine neue Branchenplattform erhöht die Anforderungen zusätzlich: Daten, Prozesse und fachliches Wissen müssen systematisch erfasst und für die Übertragung vorbereitet werden. Gefragt ist deshalb ein Vorgehen, das kurzfristige Stabilität schafft und gleichzeitig eine kontrollierte Modernisierung ermöglicht.
Das Projekt wurde in zwei eng miteinander verbundenen Phasen umgesetzt. Zunächst wurden kritische Abrechnungsabläufe untersucht, technische Schwachstellen bearbeitet und notwendige gesetzliche Anpassungen unterstützt, um den laufenden Betrieb abzusichern. Anschließend wurden das bestehende und das zukünftige System sowie die zugehörigen Daten- und Prozessflüsse systematisch analysiert. Auf dieser Grundlage wurden die Anforderungen für die Datenübertragung beschrieben und Prozesse für die Übernahme zentraler Versicherten-, Leistungs- und Abrechnungsdaten vorbereitet. Ergänzend wurden fachliches Wissen dokumentiert und Mitarbeitende beim Aufbau des benötigten Know-hows unterstützt. So entstand eine strukturierte Grundlage für den kontrollierten Wechsel auf die neue Branchenplattform.
