Kritische Risikodaten werden häufig über dezentrale Excel-Listen erfasst und anschließend mit Informationen aus weiteren Systemen zusammengeführt. Unterschiedliche Formate, manuelle Korrekturen und uneinheitliche Definitionen erhöhen den Abstimmungsaufwand und das Fehlerrisiko.
Gleichzeitig benötigen Risikoanalysten und Management aktuelle Kennzahlen. Werden Daten erst aufwendig geprüft und manuell verarbeitet, lassen sich Veränderungen der Risikolage nur verzögert bewerten.
Hinzu kommt die Nachvollziehbarkeit: Wer hat einen Wert geändert, welche Quelle wurde verwendet und auf welchem Datenstand basiert eine Auswertung? Ohne dokumentierte Verarbeitung und historisierte Änderungen bleiben solche Fragen schwer zu beantworten.
Über 90 Prozent weniger Erfassungsfehler
Im beschriebenen Erfassungsprojekt reduzierten standardisierte Eingaben und technische Validierungen die Fehlerquote um über 90 Prozent.
Risikovolumen von über 100 Milliarden Euro
Die zentrale Erfassung schafft eine konsistente Datengrundlage für die Steuerung dieses Risikovolumens.
Eine zentrale Anwendung nimmt Risikodaten strukturiert entgegen und prüft sie anhand definierter Regeln. Eingaben und spätere Korrekturen werden historisiert, damit Änderungen nachvollziehbar bleiben.
Die erfassten Informationen lassen sich mit Daten aus weiteren Quellsystemen auf einer gemeinsamen Plattform verknüpfen. Standardisierte Modelle vereinheitlichen Strukturen und Berechnungsgrundlagen. Automatisierte Datenflüsse stellen die aufbereiteten Informationen für Risikoanalysen und Management-Berichte bereit.
Rollenbasierte Berechtigungen regeln den Zugriff auf sensible Daten. Dokumentierte Verarbeitungsschritte unterstützen die Prüfung der Ergebnisse. Die technische Architektur wird auf vorhandene Systeme, Datenmengen und fachliche Anforderungen abgestimmt.
