Betreiber von Raffinerien, Chemieparks und Offshore-Plattformen steuern Wartung häufig kalenderbasiert oder nach Betriebsstunden. Gleichzeitig entstehen in den Anlagen kontinuierlich Zustandsdaten: Vibrationssignale, Korrosionsmessungen, Druckverläufe, Temperaturprofile und weitere Betriebswerte.
Diese Daten liegen oft in Historian-Systemen und SCADA-Infrastruktur vor, werden aber nur begrenzt für vorausschauende Analysen genutzt. Damit bleibt ein wesentlicher Teil der Anlagenrealität ungenutzt. Komponenten können sich verschlechtern, ohne dass Muster früh genug erkannt werden. Wartung erfolgt dann entweder zu spät, zu früh oder mit zu wenig Priorisierung nach tatsächlichem Risiko.
Die wirtschaftliche Auswirkung ist erheblich. Ungeplante Stillstände in der Prozessindustrie können hohe Kosten pro Tag verursachen. Hinzu kommen Sicherheitsrisiken, Produktionsverluste, manuelle Analyseaufwände und schwierige Investitionsentscheidungen bei kritischen Anlagenkomponenten.
Eine robuste Analyseplattform, die historische und aktuelle Zustandsdaten in einem einheitlichen Asset-Modell verbindet, macht Degradationsmuster kritischer Komponenten früher sichtbar.
Der Use Case richtet sich an Betreiber von Raffinerien, Chemieparks, Offshore-Plattformen und anderen verfahrenstechnischen Großanlagen. Besonders relevant ist der Ansatz für Organisationen mit Historian- und SCADA-Infrastruktur, hohen Stillstandskosten, sicherheitskritischen Prozessen und restriktiven IT- oder OT-Anforderungen.