In vielen Gesundheitsorganisationen wird der Patientenfluss noch entlang einzelner Stationen, Teams oder Prozessschritte betrachtet. Sichtbar sind Aufnahmezahlen, OP-Pläne, Diagnostiktermine, Entlasslisten oder Wartezeiten – aber nicht präzise genug, wo im Gesamtfluss aus Patientensicht und Wirtschaftssicht der eigentliche Verlust entsteht.
Genau dort entstehen Engpässe, an denen Kapazität gebunden, Durchlauf verlängert und Erlöspotenzial unnötig blockiert wird. Die Folgen zeigen sich oft erst indirekt: verzögerte Diagnostik, spätere OP-Starts, verlängerte Aufenthalte, aufgestaute Entlassungen, verpasste Aufnahmen oder hoher Abstimmungsaufwand zwischen Bereichen.
Ohne durchgängige Sicht auf Prozesspfade bleibt operative Steuerung zu stark reaktiv und konzentriert sich auf Symptome statt auf die eigentlichen Engpassmuster. Besonders problematisch ist, dass Prozessengpässe selten nur an einer Stelle entstehen. Häufig wirken Diagnostik, Aufnahme, OP, Stationsmanagement, ärztliche Freigaben, Entlassplanung und Schnittstellen zusammen.
Der Use Case eignet sich für Krankenhäuser und Klinikverbünde, die Patientenfluss, Wartezeiten und Prozessengpässe nicht nur punktuell betrachten, sondern über Aufnahme, Diagnostik, OP, Station und Entlassung hinweg aktiv steuern wollen.
Besonders relevant ist er für Prozesssteuerung, Bettenmanagement, Aufnahme, Diagnostik, OP-Koordination, Stationsleitung, Entlassmanagement, Operations und Management. Er unterstützt dort, wo viele Bereichskennzahlen vorhanden sind, aber noch keine gemeinsame Sicht auf Patientenpfade, Engpassursachen und Entlastungshebel besteht.
