Use Case

OT-Daten vom Shopfloor in die Unternehmenssteuerung bringen

Maschinen erzeugen Millionen Datenpunkte pro Tag. Doch Managemententscheidungen basieren oft auf verspäteten Auswertungen. Eine integrierte OT/IT-Plattform macht Stillstände, Anlagenverhalten und Leistung nahezu in Echtzeit sichtbar.

Wenn Maschinen Daten liefern, aber Entscheidungen auf gestern beruhen

Produzierende Unternehmen verfügen über große Mengen an Maschinen- und Sensordaten: Vibrationen, Temperaturen, Drücke, Drehzahlen, Energieverbrauch und Fehlercodes. In der Praxis werden diese Daten jedoch häufig kaum systematisch genutzt.

Schichtprotokolle sind papierbasiert oder in Insellösungen erfasst. OEE wird manuell berechnet, oft nur wöchentlich, mit Zeitverzug und ohne transparente Aufschlüsselung der Verlustarten. Wenn eine Anlage ungeplant stillsteht, beginnt die Ursachensuche immer wieder von vorn. Es fehlt der durchgängige Blick auf Anlagenverhalten über Schichten, Tage oder Wochen.

Die wirtschaftlichen Folgen sind deutlich: Instandhaltung bleibt reaktiv oder kalenderbasiert, Stillstände werden zu spät erklärt, Energie- und Leistungsabweichungen bleiben ungenutzt und Investitionsentscheidungen beruhen stärker auf Erfahrung als auf belastbaren Betriebsdaten.

Der Zielzustand ist eine integrierte OT/IT-Plattform, die Maschinensignale, Sensordaten, ERP-Daten, Wartungshistorie und Qualitätsinformationen in einem einheitlichen Betriebsmodell zusammenführt. So wird der Shopfloor zu einer steuerbaren Datenquelle für Operations und Management.

Anlagenleistung nahezu in Echtzeit steuerbar machen
Die Verbindung von OT-Welt und IT-Welt schafft Transparenz über Maschinenzustand, Leistung, Stillstände und Qualität. Dadurch können Produktionsleitung, Instandhaltung und Management schneller erkennen, wo Verluste entstehen und welche Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind.
Transparenz über Anlagenverhalten
Maschinen-, Sensor- und SPS-Daten werden über Anlagen, Schichten und Zeiträume hinweg sichtbar und auswertbar.
Schnellere Stillstandsanalyse
Fehlercodes, Betriebszustände, Wartungshistorie und Qualitätsinformationen werden verbunden, damit Ursachen schneller eingegrenzt werden können.
Bessere OEE-Steuerung
Verlustarten werden differenzierter sichtbar. Produktionsbereiche können Leistung, Verfügbarkeit und Qualität gezielter steuern.
Vorausschauendere Instandhaltung
Zustandsdaten ermöglichen eine bessere Priorisierung von Wartung und Maßnahmen statt rein reaktiver oder starrer kalenderbasierter Ansätze.
Belastbare Investitionsentscheidungen
Managemententscheidungen zu Anlagen, Modernisierung und Kapazität beruhen stärker auf realen Betriebsdaten statt auf Bauchgefühl und Einzelbeobachtungen.

Für produzierende Unternehmen mit heterogenem Maschinenpark

Der Use Case eignet sich für Unternehmen mit vielen Anlagen unterschiedlicher Hersteller und Generationen, heterogenen OT-Systemen und hohem Bedarf an Transparenz über Leistung, Stillstände, Energieverbrauch und Instandhaltung. Besonders relevant ist der Ansatz für Industrieunternehmen, Maschinenbau, Automotive-Zulieferer, Prozessfertigung und Produktionsnetzwerke mit mehreren Standorten.

Eingesetzte Technologien
Image Christian Straube