Produzierende Unternehmen verfügen über große Mengen an Maschinen- und Sensordaten: Vibrationen, Temperaturen, Drücke, Drehzahlen, Energieverbrauch und Fehlercodes. In der Praxis werden diese Daten jedoch häufig kaum systematisch genutzt.
Schichtprotokolle sind papierbasiert oder in Insellösungen erfasst. OEE wird manuell berechnet, oft nur wöchentlich, mit Zeitverzug und ohne transparente Aufschlüsselung der Verlustarten. Wenn eine Anlage ungeplant stillsteht, beginnt die Ursachensuche immer wieder von vorn. Es fehlt der durchgängige Blick auf Anlagenverhalten über Schichten, Tage oder Wochen.
Die wirtschaftlichen Folgen sind deutlich: Instandhaltung bleibt reaktiv oder kalenderbasiert, Stillstände werden zu spät erklärt, Energie- und Leistungsabweichungen bleiben ungenutzt und Investitionsentscheidungen beruhen stärker auf Erfahrung als auf belastbaren Betriebsdaten.
Der Zielzustand ist eine integrierte OT/IT-Plattform, die Maschinensignale, Sensordaten, ERP-Daten, Wartungshistorie und Qualitätsinformationen in einem einheitlichen Betriebsmodell zusammenführt. So wird der Shopfloor zu einer steuerbaren Datenquelle für Operations und Management.
Der Use Case eignet sich für Unternehmen mit vielen Anlagen unterschiedlicher Hersteller und Generationen, heterogenen OT-Systemen und hohem Bedarf an Transparenz über Leistung, Stillstände, Energieverbrauch und Instandhaltung. Besonders relevant ist der Ansatz für Industrieunternehmen, Maschinenbau, Automotive-Zulieferer, Prozessfertigung und Produktionsnetzwerke mit mehreren Standorten.